So benutzt du den Frequenz-Generator
- Frequenz wählen. Tippe auf einen der Töne von 174 bis 963 Hz oder gib eine eigene Frequenz zwischen 20 und 2000 Hz ein, auf eine Nachkommastelle genau. Darunter siehst du, welchem Ton der Tonleiter sie am nächsten liegt.
- Modus wählen. „Reiner Ton“ spielt einen einzelnen Sinuston. „Schwebung“ mischt zwei Töne, die ein paar Hertz auseinanderliegen. „Binaurale Beats“ gibt jedem Ohr einen eigenen Ton – dafür brauchst du Kopfhörer. Den Abstand stellst du mit dem Schieberegler ein, von 0,5 bis 12 Hz.
- Leise anfangen. Die Lautstärke steht am Anfang bewusst niedrig. Stell sie langsam höher, bis der Ton angenehm leise ist.
- Starten. Tippe auf „Ton starten“. Der Ton blendet sanft ein und beim Stoppen wieder aus. Mit dem Timer endet er nach 5 bis 60 Minuten von selbst.
Alles läuft in deinem Browser: Die Töne werden live berechnet, nichts wird hochgeladen oder gespeichert. Ist die Seite einmal geladen, funktioniert der Generator auch ohne Internet.
Was sind die Solfeggio-Frequenzen?
Als Solfeggio-Frequenzen werden heute neun Töne bezeichnet: 174, 285, 396, 417, 528, 639, 741, 852 und 963 Hz. Bekannt sind sie vor allem aus Meditations- und Entspannungsvideos; dort wird jedem Ton eine eigene Bedeutung zugeschrieben – 528 Hz etwa wird oft „Liebesfrequenz“ genannt.
Der Name klingt nach Mittelalter, und ein Teil davon ist es auch: Um das Jahr 1025 nutzte der Mönch Guido von Arezzo den Hymnus „Ut queant laxis“, um Sängern die Tonstufen beizubringen. Jede Zeile beginnt einen Ton höher, und ihre Anfangssilben ut, re, mi, fa, sol, la wurden zu Namen für die Stufen der Tonleiter. Daraus entstand das Do-Re-Mi, auf Italienisch Solfeggio. Feste Frequenzen in Hertz gab es damals nicht: Wie hoch ein Ton klang, hing vom Chor, der Orgel und dem Ort ab.
Die Zahlen selbst sind jung. Sie wurden in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts in esoterischen Büchern verbreitet, die die sechs Töne von 396 bis 852 Hz den Silben ut bis la zuordnen; 174, 285 und 963 Hz kamen später dazu. Die Werte beruhen auf Zahlenspielen, nicht auf Messungen oder alten Notenschriften. Das sieht man an den Quersummen: Bildet man sie so lange, bis eine Ziffer übrig bleibt, kommt bei jedem der neun Töne 3, 6 oder 9 heraus.
| Frequenz | Silbe | Nächster Ton (a′ = 440 Hz) | Quersumme |
|---|---|---|---|
| 174 Hz | – (Erweiterung) | F3 −6 Cent | 1+7+4 = 12 → 3 |
| 285 Hz | – (Erweiterung) | Cis4 +48 Cent | 2+8+5 = 15 → 6 |
| 396 Hz | Ut | G4 +18 Cent | 3+9+6 = 18 → 9 |
| 417 Hz | Re | Gis4 +7 Cent | 4+1+7 = 12 → 3 |
| 528 Hz | Mi | C5 +16 Cent | 5+2+8 = 15 → 6 |
| 639 Hz | Fa | Dis5 +46 Cent | 6+3+9 = 18 → 9 |
| 741 Hz | Sol | Fis5 +2 Cent | 7+4+1 = 12 → 3 |
| 852 Hz | La | Gis5 +44 Cent | 8+5+2 = 15 → 6 |
| 963 Hz | – (Erweiterung) | H5 −44 Cent | 9+6+3 = 18 → 9 |
Ehrlich gesagt: Für eine Heilwirkung oder eine andere medizinische Wirkung dieser Töne gibt es keine wissenschaftlichen Belege. In die übliche Stimmung passen sie auch nicht – 528 Hz liegt etwa 16 Cent über dem c″ (523,25 Hz bei a′ = 440 Hz). Ob dir ein Ton gefällt und ob er dir beim Abschalten guttut, kannst nur du selbst sagen. Hör einfach rein.
432 Hz oder 440 Hz – was ist der Unterschied?
432 Hz ist kein Solfeggio-Ton, sondern eine Stimmtonhöhe: die Frequenz des Kammertons a′, nach dem Instrumente gestimmt werden. Üblich sind heute 440 Hz. Auf diesen Wert einigte sich 1939 eine internationale Konferenz in London; die Internationale Organisation für Normung hat ihn übernommen, heute steht er in der Norm ISO 16. Viele Orchester stimmen etwas höher, auf 442 oder 443 Hz; Ensembles für Barockmusik stimmen oft deutlich tiefer, auf 415 Hz. Vor der Normung schwankte der Stimmton von Stadt zu Stadt – Frankreich legte 1859 per Erlass 435 Hz fest.
Der Unterschied zwischen 432 und 440 Hz beträgt rund 32 Cent, also knapp ein Drittel Halbton. Ein Stück in 432-Hz-Stimmung klingt ein wenig tiefer und für manche Ohren etwas weicher. Dass 432 Hz „natürlicher“ sei oder anders auf den Körper wirke, wird oft behauptet, ist aber nicht belegt. Hör den Unterschied selbst:
Schwebung und binaurale Beats: was du da hörst
Klingen zwei Töne mit fast gleicher Frequenz zusammen, überlagern sich ihre Schwingungen: Mal verstärken sie sich, mal löschen sie sich fast aus. Du hörst einen Ton, dessen Lautstärke an- und abschwillt – so oft pro Sekunde, wie die beiden Frequenzen auseinanderliegen. 526 und 530 Hz ergeben vier Schwebungen pro Sekunde; der Generator legt die beiden Töne genau so um die gewählte Frequenz. Musikerinnen und Musiker nutzen das beim Stimmen: Je langsamer die Schwebung, desto näher liegen zwei Saiten beieinander. Weil die Schwebung in der Luft entsteht, hörst du sie auch über Lautsprecher.
Bei binauralen Beats bekommt jedes Ohr seinen eigenen Ton, zum Beispiel links 526 und rechts 530 Hz. In der Luft überlagert sich dabei nichts – trotzdem nimmst du ein leises Pulsieren mit vier Schlägen pro Sekunde wahr. Es entsteht erst im Gehirn, dort, wo die Signale beider Ohren zusammenlaufen. Beschrieben hat das der Physiker Heinrich Wilhelm Dove schon 1839. Darum funktionieren binaurale Beats nur mit Kopfhörern, am deutlichsten bei tieferen und mittleren Tönen bis etwa 1000 Hz und bei Abständen von wenigen Hertz.
Ob binaurale Beats Konzentration oder Stimmung beeinflussen, wird seit Jahrzehnten untersucht. Die Ergebnisse sind uneinheitlich, eine verlässliche Wirkung ist nicht nachgewiesen. Im Generator sind sie das, was sie physikalisch sind: ein Hör-Effekt zum Ausprobieren.
Fragen und Antworten
Ist der Frequenz-Generator kostenlos?
Ja. Du brauchst keine Anmeldung und keine App. Die Töne werden live in deinem Browser berechnet; dabei wird nichts gespeichert oder übertragen, und es gibt kein Tracking. Ist die Seite einmal geladen, läuft der Generator auch ohne Internetverbindung.
Warum höre ich nichts?
Prüfe zuerst die Lautstärke am Gerät und im Generator – sie steht am Anfang bewusst niedrig. Auf dem iPhone schaltet der Stumm-Schalter Töne aus dem Browser in manchen iOS-Versionen ebenfalls stumm. Und sehr tiefe Töne wie 174 Hz geben kleine Handy- und Laptop-Lautsprecher kaum wieder; mit Kopfhörern hörst du sie.
Brauche ich Kopfhörer?
Nur für binaurale Beats: Dabei bekommt jedes Ohr einen anderen Ton. Über Lautsprecher mischen sich die beiden schon in der Luft, dann hörst du eher eine Schwebung. Reine Töne und die Schwebung funktionieren auch über Lautsprecher.
Was ist der Unterschied zwischen Schwebung und binauralen Beats?
Eine Schwebung entsteht in der Luft, wenn zwei fast gleiche Töne zusammenklingen: Die Lautstärke schwillt hörbar an und ab. Ein binauraler Beat entsteht erst beim Hören, weil jedes Ohr einen eigenen Ton bekommt und das Gehirn beide verrechnet. Die Schwebung hörst du über Lautsprecher, den binauralen Beat nur mit Kopfhörern.
Haben 528 Hz oder andere Solfeggio-Frequenzen eine nachgewiesene Wirkung?
Nein. Für eine Heilwirkung oder eine andere medizinische Wirkung gibt es keine wissenschaftlichen Belege – auch nicht für 432 Hz. Die Töne auf dieser Seite sind zum Entspannen und Ausprobieren gedacht und ersetzen keine ärztliche Behandlung.
Wie laut und wie lange sollte ich die Töne hören?
Leise: so, dass du dich daneben noch normal unterhalten könntest. Stell die Lautstärke lieber am Anfang richtig ein, als später immer weiter aufzudrehen, mach Pausen und nutze den Timer. Und bitte nicht beim Autofahren oder bei allem, was deine volle Aufmerksamkeit braucht.